web_header_llm_for_business

Vom Hype zum Nutzen – in 6 Schritten zur KI-Strategie für Organisationen

12.09.2025

Künstliche Intelligenz wird die Art und Weise, wie Organi­sa­tionen arbeiten und Wert gene­rieren, grund­legend verändern – durch Auto­matisi­erung, daten­basierte Entschei­dungs­findung und neue Formen der Inter­aktion mit Kund:innen, Mitar­beiter:innen und Partner:innen.

Die Aufmerksamkeit für KI ist riesig und die Investitionen steigen laufend – dennoch bleiben viele Organi­sationen im Experi­mentier­modus stecken. Erste Anwendungen entstehen oft isoliert, ohne Anbindung an strategische Ziel­setz­ungen und ohne Bezug zur opera­tiven Realität.

Um KI wirksam in einer Organi­sation zu verankern, braucht es mehr als techno­logische Experi­mente. KI ist keine Spielerei, sondern eine stra­tegische Ressource. Sie erfordert eine klare Vision, defi­nierte Verant­wort­lich­keiten, robuste Prozesse und eine Einbettung in bestehende Organi­sations­strukturen. Nur ein ganz­heitlicher, konsis­tenter Rahmen stellt sicher, dass Investi­tionen nach­haltigen Nutzen stiften und Organi­sationen zukunfts­gerichtet aufge­stellt sind.

Genau hier setzt das KI-Strategie-Modell von relyz an – es strukturiert den Trans­formations­prozess entlang fünf strate­gischer Dime­nsionen und schafft in sechs Schritten Klarheit, Orientierung und Wirkung.

Inhalt und Download des relyz KI-Strategie-Modells

  1. Die fünf Dimensionen der KI-Strategie
  2. Die sechs Phasen der KI-Einführung
  3. Fazit und Ausblick

Der KI-Kompass von relyz: Fünf Dimensionen einer KI-Strategie

Eine wirksame KI-Strategie beginnt nicht bei der Technologie, sondern bei der Frage, welchen konkreten Beitrag Künstliche Intelligenz zur Wert­schöpf­ung der Organi­sation leisten soll – etwa durch Effi­zienz­gewinne, bessere Entschei­dungen oder neue Erfahrungen und Erleb­nisse für die Kund­schaft (Customer Experience).

KI-Wertschöpfung entsteht, wenn Organisation, Menschen, Daten, Technologie und Nachhaltigkeit in ihrer Gesamtheit zusammenwirken. Jede Dimension leistet dabei einen spezifischen Beitrag:

  • Organisation: schafft Strukturen und Leit­linien für eine wirk­same Umsetzung und Steuerung.
  • Menschen stehen im Zentrum der Wert­schöpfung. Ihre Akzeptanz und Befähi­gung entscheiden über den Erfolg.
  • Daten: liefern die Basis für verlässliche Modelle und Entschei­dungen.
  • Technologie: ermöglicht stabile, sichere und skalier­bare KI-Lösungen.
  • Nachhaltigkeit: sichert Vertrauen und lang­fristige Legiti­mation.

Erst dieses Zusammen­spiel ermöglicht es, KI-Lösungen effektiv einzusetzen und messbare Wirkung zu erzielen. Über Feedback- und Wirkungs­tracking wird sichtbar, welchen Beitrag KI-Initiativen tatsächlich leisten und wo Optimierung notwendig ist.

Greifbar wird dies über klar definierte Anwendungs­fälle: Use Cases, die echten Nutzen stiften, operativ anschluss­fähig sind und sich nahtlos in die unter­nehmerische Reali­tät einfügen.

Der KI-Kompass von relyz umfasst fünf Dimensionen und eine querschnittliche Fortschritts- und Wirkungsmessung

relyz_KI-Strategie-Kompass

Der KI-Kompass von relyz umfasst fünf Dimensionen und eine querschnittliche Fortschritts- und Wirkungsmessung

KI-Wertschöpfung: Definition von Zielen und Use Cases

Zur Identi­fikation von konkreten Use Cases und damit verbundenen Zielen empfiehlt sich ein struktu­riertes und gleich­zeitig kreatives Vorgehen – etwa mittels Brain­storming-Formaten oder Design-Thinking-Methoden. Besonders wirkungs­voll ist ein partizi­pativer, inter­diszi­plinärer Ansatz mit Mitar­beitenden aus verschie­denen Abtei­lungen und Bereichen. Das reduziert Berührungs­ängste, schafft Akzeptanz und fördert Bottom-up-Innovation. So wird KI nicht verordnet, sondern in der Organi­sation gemeinsam entwickelt und getragen.

Gemeinsam zu klärende Fragen:

  • Was können und wollen wir mit KI in unserer Organisation erreichen?
  • Wie zahlen KI-Initiativen auf unsere unter­neh­merischen Ziele ein (Business Impact)?
  • Wie können wir unser Angebot mithilfe von KI verbessern und differen­zieren (Customer Value)?

1. Organisation

In der Dimension Organi­sation geht es darum, Strukturen zu schaffen, in denen KI gesteuert und verant­wor­tungsvoll eingesetzt werden kann. Dazu gehört die Entwick­lung einer organi­sations­spezifischen Governance: Wer trägt die Verant­wortung für die KI-Roadmap? Welche Regeln gelten im Umgang mit generativer KI im Arbeits­alltag? Und wie stellen wir sicher, dass Kompetenzen im Team vorhanden sind, um mit der Dynamik des Themas umzugehen? Klare Rollen, Prozesse und Richt­linien sind der Ausgangs­punkt für eine sichere und wirkungs­volle Implemen­tierung.

2. Menschen

Der Faktor Mensch ist zentral für jede KI-Transformation. Es genügt nicht, Systeme einzuführen – es braucht Akzeptanz, Kompetenz und Beteiligung. Mitarbeitende müssen verstehen, wie KI funktioniert, welche Chancen sie eröffnet und wo ihre Grenzen liegen. Eine lern­orien­tierte Kultur, inspi­rierendes Leadership und gezielte Weiter­bildungs­angebote fördern Vertrauen, Neugier und Offenheit. So werden Mitarbeitende zu aktiven Mitge­staltenden und nicht zu passiven Betroffenen.

3. Daten

In der Dimension Daten steht der verantwortungs­volle Umgang mit einem der zentralen Rohstoffe für KI im Fokus. Nur wenn Daten in ausreichender Qualität verfügbar sind, Daten­schutz gewähr­leistet ist und Entschei­dungen nachvoll­ziehbar gemacht werden können, entsteht Vertrauen in KI-Anwendungen. Organi­sationen müssen prüfen, welche Daten sie wie nutzen dürfen, wie sie Transparenz schaffen und welche Daten-Infrastruktur sie benötigen, um den vollen Nutzen zu realisieren.

4. Technologie

Die Dimension Technologie befasst sich mit der Integration von KI in die bestehende IT-Landschaft – sicher, skalierbar und zukunftsfähig. Dabei sind nicht nur technische, sondern auch strate­gische Fragen zu klären: Welche Systeme und Platt­formen sind kompatibel mit der eigenen Archi­tektur? Wie kann techno­logische Abhängigkeit reduziert werden? Und wie wird sichergestellt, dass Lösungen bezahlbar, betreibbar, wartbar und weiter­entwickel­bar bleiben? Die Wahl zwischen Open-Source-Modellen, Private oder Public Clouds sowie Anbietern wie OpenAI, Microsoft und Google muss bewusst getroffen werden.

5. Nachhaltigkeit

Schliesslich widmet sich die Dimension Nach­haltigkeit der Frage, wie KI verant­wortungs­voll für Mensch, Umwelt und Gesell­schaft genutzt werden kann. Neben Energie­verbrauch und Ressourcen­effizienz rücken Themen wie Inklusion, ethische Prinzipien und lang­fristige Resilienz sowie Innovations­kraft in den Fokus. KI-Anwendungen müssen so gestaltet werden, dass sie Vertrauen stärken, zuverlässig sowie transparent arbeiten und nicht unbeabsichtigt schaden. Nur so bleibt der Einsatz von KI legitimiert – auch in Zukunft.

Querschnittlich: Wirkung & Fortschritt

Ergänzt werden diese fünf Dimensionen durch den Aspekt «Wirkung & Fortschritt». Hier geht es darum, den konkreten Nutzen von KI-Massnahmen sichtbar und steuerbar zu machen. Durch die Etablierung von Wirkungs­metriken, Feed­back­schlaufen und iterativen Verbess­erungs­prozessen wird KI nicht nur effizienter – sie wird zum integralen Bestandteil einer lernenden Organisation. Diese Perspektive stärkt die Akzeptanz im Team, fördert die interne Weiter­ent­wicklung und stellt sicher, dass KI-Anwendungen kontinuierlich entlang der Unter­nehmens­ziele optimiert werden.

Von der Strategie zur Umsetzung: Sechs Phasen für wirksame KI

Eine ausgereifte Strategie allein genügt nicht. Entscheidend ist, wie sie umgesetzt wird. Die fünf zuvor vorge­stellten Dimensionen zeigen, worauf es inhaltlich ankommt. Darauf aufbauend übersetzt unser sechs­stufiges Vorgehen strate­gische Ziele in konkrete Schritte – iterativ, pragmatisch und auf Wirkung ausgerichtet:

1. Explorieren

In dieser Phase stehen das Entdecken und Erleben im Zentrum. Teams setzen sich spielerisch und kritisch mit KI auseinander, testen Tools wie ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot und schaffen erste Er­fahr­ungs­räume. Ziel ist es, Bewusst­sein zu schaffen, neue Technologien zu entdecken und Potenziale zu erkennen.

2. Strukturieren

Diese Phase markiert den Über­gang vom Aus­pro­bieren zur strate­gischen Fokus­sierung. Es geht darum, ein Ziel­bild zu entwickeln, Use Cases zu prio­risieren, Risiken zu identi­fizieren und die interne Bereit­schaft einzu­schätzen. Das Ergebnis: Eine klare, gemeinsame Orien­tierung, wohin die KI-Reise gehen soll – abgestimmt auf Unter­nehmens­ziele, Machbarkeit und Wirkungs­poten­zial.

3. Initialisieren

Nun beginnt die organisa­tor­ische Umsetzung. Tools, Plattformen und Infra­struk­turen werden evaluiert und ausgewählt. Zuständigkeiten, Rollen und Prozesse werden definiert, interne Guidelines erstellt, Sicher­heits­aspekte und Datenflüsse geregelt. Die Im­ple­mentier­ung wird vorbereitet.

4. Pilotieren

In dieser Phase wird KI konkret angewendet: Ein oder mehrere Use Cases werden realisiert, Ergebnisse gemessen und Feedback von Mit­arbei­tenden integriert. Diese Phase dient der Validierung der Machbarkeit und der Akzeptanz innerhalb der Organisation – und liefert wertvolle Erkenntnisse für die tiefere Integration und Skalierung.

5. Integrieren

Integrieren bedeutet, erfolgreiche Pilotprojekte in den operativen Alltag zu überführen. Prozesse und Standards werden angepasst, Systeme integriert, das Team geschult. Ziel ist eine nachhaltige Verankerung der KI-Initiativen – technisch, organisatorisch und kulturell.

6. Skalieren

Die letzte Phase macht KI zum festen Bestandteil der fortlaufenden Unter­nehmens­ent­wicklung. Es erfolgt ein breiter Rollout, begleitet von klaren Verant­wort­lich­keiten, Governance-Strukturen und kontin­uier­licher Weiter­ent­wick­lung. So wird aus punktuellem Erfolg nachhaltige Wirkung.

Fazit und Ausblick

Wer KI in Organisationen lang­fristig wirksam einsetzen will, braucht mehr als techno­logische Neugier – es braucht Orien­tierung, Struktur und Konse­quenz. Der Weg vom Hype zur Wirkung ist machbar, wenn Strategie und Umsetzung Hand in Hand gehen. Eine KI-Strategie ist dabei kein stat­isches Dokument, sondern ein dynamischer Prozess, der mit dem Unter­nehmen mitwächst.

Die fünf Dimen­sionen des KI-Strategie-Modells von relyz liefern das notwendige strate­gische Funda­ment: Sie helfen, KI nicht als iso­liertes IT-Thema, sondern als unter­nehmens­weite Ressource zu verstehen – verankert in der Strategie, getragen von der Organi­sation, gestützt durch Daten, Technologie und verant­wortungs­volle Prin­zipien.

Das sechs­stufige Vorgehens­modell zeigt, wie Unter­nehmen diesen Rahmen in die Praxis übersetzen: von der ersten Orien­tierung über konkrete Use Cases bis hin zur erfolg­reichen Implemen­tierung und Skalierung. Mit klaren Zielen, mess­barem Fort­schritt und Raum für Weiter­entwicklung wird KI zur echten Ressource für Wert­schöpfung und Zukunfts­sicherung.

Das KI-Strategie-Modell von relyz: Jetzt kostenlos herunterladen

Weniger Hype, mehr Wirkung?

Wir helfen dir, klare Strukturen zu schaffen, passende Use Cases zu finden und KI erfolgreich in deiner Organisation zu etablieren.
Weniger Hype, mehr Wirkung?
Wir helfen dir, klare Strukturen zu schaffen, passende Use Cases zu finden und KI erfolgreich in deiner Organisation zu etablieren.

Die neuesten Insights direkt in deine Mailbox? Jetzt zum Newsletter anmelden.